Talmud – Studium

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Studium, Belehrung. Nach­biblisches, umfangreiches Schrifttum der Juden mit seinen zwei Hauptteilen, der Mischna und der Gemara (s. wei­ter), in zwei großen veranstalteten Sammlungen, der jerusalemitischen und der babylonischen, von Lehren und Gesetzen des Rechts, der Ethik, des Kultus und des Dogmas, untermi­scht von ethno- und geographischen, geschichtlichen und naturwissenschaft­lichten Angaben und Schrifterläute­rungen der Volks- und Gesetzeslehrer der Juden in Palästina und Babylonien eines Zeitraums, angeblich von 1000 Jahren (500 v. und 500 n.).

I. Namen, Bedeutung, Teile, Trak­tate und Umfang. Zur Bezeichnung dieses Schrifttums werden drei Namen angegeben: 1. Talmud, Studium, deut­licher: palästinensischer Talmud; auch jerusalemitischer Talmud; ferner: ba­bylonischer Talmud; 2. Ulphana, Lehre, eine Benennung, die selten ge­braucht wird; 3. Gemara, lernen, deut­licher: Gemara der Abendländer (Pa­lästinenser) und unsere Gemara, d. h. die babylonische Gemara. Von diesen Benennungen ist erstere neuhebräisch, die zweite ost-aramäisch und die dritte westaramäisch; alle drei bedeuten mehr oder weniger: »Belehrung«, »Stu­dium«, »Gesetzesstudium« und »Ge­setzeserörterung«, worunter man hier in ihrer engeren Fassung die zwei Sammlungen von Lehren, Erläute­rungen, Erörterungen und weiteren Entwicklungen der in der Mischna nie­dergelegten Lehren, Gesetze und An­ordnungen zu verstehen hat, die nach der Abfassung der Mischna von den Gesetzeslehrern, Amoraim, in den Hochschulen (Talmudschulen) Palästi­nas und Babyloniens vorgetragen wur­den und den weiteren Ausbau des Ge­setzes bildeten. In weiterer Bedeutung bezeichnen dieselben auch die Mischna, wie dieselbe in den Talmudausgaben als Text diesen späteren Erläuterungen und Gesetzesverhandlungen vorgesetzt ist. Es ist eine Eigenheit des Judentums, dass bei ihm das Gesetz in allen seinen Gestalten und Entwicklungen »Lehre« und »Belehrung« heißt. So bedeuten: »Thora«, »Ulphana« und »Gemara« als Bezeichnungen der Auslegung und des weiteren Ausbaus dieses Schriftge­setzes: »Lehre« und »Belehrung«. Die Gesetzesvollziehung soll eine Beleh­rung, eine Verinnerlichung, die sittliche Bildung des Menschen erzielen, aber keine Werkheiligkeit bilden und keinen Knechtessinn erzeugen. Von diesen zwei Sammlungen erstreckt sich ers­tere, die palästinensische, genannt: »Talmud Jeruschalmi«, wie sie uns

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URL: http://www.talmud.li/2013/01/27/talmud-studium/

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