Religionsgespräche

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Religions­kämpfe, Polemik und Apologetik. Die Polemik und Apologetik, der Kampf und die Verteidigung des Judentums, beide sind so alt als das Judentum selbst; sie waren mit dessen Entstehung schon da. Die Offenbarung seiner Lehren und Gesetze, der zehn Worte auf Sinai, mit den auf dieselben folgenden und mit ih­nen zusammenhängenden weiteren Be­stimmungen und Einrichtungen bildeten einen Protest gegen die Welt des Hei­dentums, einen Kampf gegen ihre un­würdigen Sitten und Lebensweisen, ihre erträumten Gottheiten und ihre enteh­renden Religionsbräuche, und ein Ge­genkampf war unausbleiblich. So ward die Religion des Judentums ein Kultur­werk, die auf ihrem weltgeschichtlichen Gange durch die Völker unzählige schwere Kämpfe durchzumachen hatte, in denen sie Beweise ihrer göttlichen Sendung, ihrer starken Geistesmacht ablegen sollte. Es waren keine Kämpfe der materiellen Kraft und Gewalt, nicht die der Waffen des Eisens und des Stah­les, sondern die des Geistes, des sie­genden Wortes, der Überzeugung, der Lehre und Belehrung, die das Juden­tum geführt und überwindlich gewor­den. »Und so erkenne es heute und

führe es deinem Herzen zu, dass der Ewige Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, sonst keiner.« »Sie werden nichts zerstören, nichts verhee­ren auf meinem ganzen heiligen Berge, denn voll wird die Erde der Gotteser­kenntnis sein, wie Wasser das Meer be­deckt. « Dies war das Wort an Seruba­bel wie folgt: »Nicht durch Macht, auch nicht durch Kraft, sondern nur durch meinen Geist!., lauteten die Mahnrufe der Religion des Judentums nach innen und außen. Die Kenntnis dieser Kämpfe ist für die Forschung der Geschichte der jüdischen Religion un­entbehrlich und verdient ihre volle Be­achtung. Die ersten Kämpfe waren nach innen gerichtet; erst sollte aus der Mitte des jüdischen Volkes alles Heid­nische, das sich in ihm eingenistet und in seinem Leben und Werken zum Vor­schein gekommen, bekämpft und ver­nichtet werden. Früher musste Israel von allem Heidnischen, dem Wahn-und Aberglauben frei werden und sich von den sittlich großen Wahrheiten sei­ner Religion durchdrungen fühlen, ehe es den Kampf für seine geoffenbarte Lehre mit anderen Völkern aufnehmen konnte. Es war ein schweres Werk, di­ese innere Geistesumwandlung, diese große religiöse Volkserziehung. Leset die begeisternden Prophetenreden von dem Buch Moses an bis zum letzten Propheten Maleachi; es bedurfte der Zeit des ganzen ersten Staatslebens in Palästina, der Arbeit des ganzen Pro­phetentums, des Zusammensturzes der staatlichen Selbstständigkeit, ehe Israel das geworden, wozu es berufen und: bestimmt war. »Und ich vernichte«, heißt es in Micha 5. 11, »die Städte deines Landes und reiße all deine Fes­tungen nieder, rotte die Zauberer in dir aus und die Wolkenbeschwerer sind nicht mehr; lasse die Götzenbilder schwinden und du bückst dich nicht mehr zu den Werken deiner Hände.. Schärfer noch als hier sind diese Weis­sagungen bei Jesaja. Die Götzen Ägyp­tens und die anderer Völker, die so ver­derblich auf Israel eingewirkt hatten, werden in Folge schwerer Prüfungs­tage, die Israel zur Kenntnis bringen, schwinden. »Und die Götzen werden ganz schwinden«. »An diesem Tage wirft der Mensch weg die Götzen aus seinem Silber und die aus seinem Golde, die er sich zur Verehrung ange­fertigt, für die Maulwürfe und die Fle­dermäuse.« »An diesem Tage wendet sich der Mensch an seinen Schöpfer, und seine Augen sehen den heiligen Is­rael.« »Und er wendet sich nicht mehr zu den Altären, den Werken seiner Hände, und was seine Finger gemacht, sieht er nicht, die Hainen und die Son­nenbilder. « Von einem Gefühle der Bit­terkeit des Erlebten ist die Polemik ge­gen den Götzendienst innerhalb Israels bei den exilischen Propheten. Dem Volk werden die Zerstörungen in sei­ner Mitte in Folge des Götzendienstes vor die Augen geführt: »Ich sehe, ruft Jeremia, die Erde, sie ist öde und leer, den Himmel, er hat kein Licht. Ich

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