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28. Januar 2011 – 20:42 | Kommentare deaktiviert

DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Proselyt

Eingereicht on 15. April 2012 – 09:34No Comment

Proselyt am Tore, oder Beisaß-Proselyt. »Proselyt« ist eine griechische Benennung, die bei den griechisch redenden Juden und im jü­disch-griechischen Schrifttum eine all­gemeine Bezeichnung für »Fremder« im Sinne von »Einwanderer« und »Übergetretener« zur jüdischen Reli­gion war und in der griechischen Bibel­übersetzung »Septuaginta«, für das hebräische »ger«, gesetzt wird. Da das jüdische Staatsgesetz von Fremden, die sich dauernd in Palästina niederlassen wollten, die Anerkennung und Nicht­übertretung gewisser Religionsgesetze forderte (s. weiter), sodass dieser, wenn er sich hierzu verpflichtete, schon da­durch sich teilweise zur Religion des Judentums bekannte, so wurde das Wort »Proseleyt«, hebräisch »ger«, im Sinne von »Übertreter« zum Judentum, »Neujude« gebraucht. Diese Gesetze, deren Beobachtung von den Fremden, Proselyten, gefordert wurden, waren: nicht den Götzen zu opfern und über­haupt Götzendienst zu treiben, nicht Gott zu lästern, sich des Blutgenusses zu enthalten u. a. m. Die Beschneidung war nur dann ihm unerlässlich, wenn er am Pessachmahl teilnehmen wollte, sonst wurde dieselbe nicht von ihm ge­fordert. Die Lehre der talmudischen Zeit haben diese Gesetze unter der Be­nennung »Noachidische Gebote« zu­sammengefasst und in Folgendem an­gegeben: keine Götter zu verehren, nicht Gott zu lästern, keinen Mord zu begehen, jede Blutschande und andere Buhlereien zu vermeiden, nicht zu rau­ben, die Obrigkeit und deren Gesetze zu respektieren, keine von noch leben­den Tieren abgeschnittenen Gliedteile sowie deren Blut zu genießen. Mit der Verpflichtung, nach diesen Gesetzen zu leben, erhielt er nicht bloß das Recht, im Lande zu wohnen, sondern war auch politisch mit den anderen Israeli­ten völlig gleichberechtigt. Ausdrück­lich befiehlt das Gesetz: »Gleich dem Einheimischen unter euch soll der Fremdling sein, der bei euch weilet, und du sollst ihn wie dich selbst lieben, denn Fremde wart ihr im Lande Ägyp­ten, ich der Ewige, euer Gott!« »Ein Gesetz sei für euch und den Fremden«; »Hält sich ein Fremder in eurem Lande auf, so drückt ihn nicht, denn Fremd­linge waret ihr im Lande Ägypten«; »Liebet den Fremdling«; »Der Ewige, euer Gott, der Gott aller Götter, der Herr der Herren, der keinen Unter­schied der Person kennt, er liebt den Fremden, gibt ihm Brot und Kleidung; so liebet auch ihr den Fremden«; »Der

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