Pirke Abot – Sprüche der Väter »

28. Januar 2011 – 20:42 | Kommentare deaktiviert

DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Predigt – religiöse Rede

Eingereicht on 23. März 2012 – 09:25No Comment

Religions­vortrag, heilige Verkündigung, talmu­disch: derascha; Prediger, Gottesver­künder;Religionsredner, Schrifterklärer, darschan, auch: deroscha; Dolmet­scher, Meturgeman.

I. Entstehung, Einführung, Ent­wicklung und weitere Geschichte. Die Predigt oder die religiöse Rede als Be­standteil des Gottesdienstes am Shab­bath und Fest, zu dem sie sich später entwickelt hatte, kennt das mosaische Kultusgesetz noch nicht; sie existierte auch nicht während des ersten Staats­lebens der Israeliten in Palästina. Aber die Voreinrichtung, aus der sie entstan­den und sich entwickelt hat, war mit dem Mosaismus schon mitgegeben.

Die oft sich wiederholenden Gesetze und Mahnungen, die Lehre Gottes dem Volke zu verkünden, die Verpflichtung, sie zu kennen und in ihr zu forschen, von ihr im Hause und auf dem Wege zu sprechen, sie den Kindern einzu­schärfen u. a. m.; ferner das Gesetz, das der Behörde zur Pflicht macht, am Laubhüttenfeste des Erlassjahres das Volk zu versammeln, die Männer und Frauen, die Kinder und die Fremden, um ihnen die Thora vorzulesen, damit sie hören, lernen und Gott ehrfürchten; beobachten und vollziehen alle Worte dieser Thora, bilden gewissermaßen den Boden für die Predigt, die öffentli­che Volksbelehrung. Und das mag es wohl sein, wenn die späteren Lehrer, die Agadisten (s. Agada), die Institu­tion der religiösen Rede auf Moses zu­rückführen und sie im obigen Gesetze von der Vorlesung der Thora am Laub­hüttenfeste des Erlassjahres mitangege­ben bezeichnen. Die Stelle darüber lau­tet: »Versammle das Volk« (5. M. 31. 12.) befiehlt das Gesetz, als Andeutung für die künftigen Geschlechter, die Ge­meinden jeden Shabbath zu versam-meln und sie in das Lehrhaus eintreten zu lassen, wo die Worte der Thora ver­kündet werden, um den Namen Gottes zu verherrlichen. Das Institut des Pro­phetentums, das in Israel so segensreich gewirkt hat, war es, bei dem die religi­öse Rede sich nach den oben angegebe­nen Gesetzen zur herrlichen Blüte ent­wickelt hatte. Die Reden in Micha, Jesaja, Hosea, Amos, Jeremia, u. a. m.

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