Das Kitab-i Anusi und die Rekonstruktion juedischen Lebens im Iran der fruehen Neuzeit
Von Sebastian Tschorn
Folgt man der juedischen Geschichtsschreibung, so war es der assyrische Koenig Tiglat-Pileser III., der vor mehr als 2700 Jahren durch die Eroberung Israels und die Deportation seiner Bewohner in den heute iranischen Teil Kurdistans die juedische Verstreutheit im Persien begruendet hat. In dieser langen Zeit ihrer Anwesenheit im ?Land der Arier? waren die iranischen Juden Augenzeugen der Gruendung und des Falls ganzer Dynastien und politischer Systeme, von den Achaemeniden bis zur Islamischen Republik Khomeinis, sowie der Entstehung religioeser Bekenntnisse z.B. des Sufismus und des Bahaismus auf iranischem Boden. Und sie erlebten die Eroberung des Landes durch die Araber und die Etablierung einer neuen Mehrheitsreligion, des Islam, im 7. Jahrhundert.
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