Pirke Abot – Sprüche der Väter »

28. Januar 2011 – 20:42 | Kommentare deaktiviert

DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Lohn und Strafe – auch Vergeltung

Eingereicht on 2. Mai 2011 – 12:21No Comment

I. Name, Begriff, Lehre und Bedeu­tung. Die Vergeltungsidee, die Lehre von Lohn und Strafe durch Gott, ist im Judentum eins seiner Dogmen, bildet eine seiner zu fast allen Zeiten am häu­figsten besprochenen Themata und hat solch verschiedene Darstellungen er­fahren, dass wir nicht umhin können, uns von vorneherein über Namen, Be­griff, Lehre und Bedeutung derselben klar zu machen. Die oben angegebenen hebräischen Namen im biblischen und nachbiblischen Schrifttum für »Vergel­tung« mit den sie begleitenden Aus­sprüchen: »Denn das Tun des Men­schen vergilt er«; »Der Ewige vergelte dein Werk«; »Und er erwidert dem Menschen nach seinem Tun«; »Gib ih­nen nach ihrem Werke«; »Denn nach der Tat seiner Hände wird ihm gesche­hen«; »Deine Vergeltung kommt auf deinen Kopf« geben »Lohn und Strafe« als Folgen des Menschen Tun, für Früchte seiner Werke an. Der Mensch selbst ist es, der Lohn oder Strafe für sich erwirkt; keine äußere Macht ver­mag ohne sein Hinzutun das eine oder das andere über ihn heraufzubeschwö­ren. Wir erkennen schon darin den schroffen Gegensatz der Lehre des Ju­dentums gegen die heidnischen Lehren vom Fatum, Geschick, nach denen ohne des Menschen Verschulden der eine zum Leiden und der andere zur Freude bestimmt wird. So hängt im Ju­dentum die Lehre von der Vergeltung mit der von der menschlichen Freiheit und mit der von der Entstehung des Bösen und Guten eng zusammen, so­dass das »Übel« und das »Heil«, Fol­gen der menschlichen Tat, die verwirk­lichten Gestalten der gewordenen Vergeltung, des Lohnes oder der Strafe sind. Von den vielen Aussprüchen da­rüber in der Bibel bringen wir: »Siehe, ich gebe dir heute das Leben und das Gute, den Tod und das Böse. Was ich dir heute befehle, den Ewigen, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu wandeln, so wirst du leben und dich ausbreiten, dich wird der Ewige, dein Gott, in dem Lande segnen, in das du ziehst, es in Besitz zu nehmen«; ferner: »So rufe ich Himmel und Erde zu Zeu­gen, das Leben und den Tod lege ich dir vor, den Segen du den Fluch, wähle das Leben, damit und lebest und dein Nachkomme«; ferner: »Siehe, ich lege euch vor den Segen und den Fluch. Den Segen, so ihr höret auf die Gebote des Ewigen, eures Gottes, die ich euch heute befehle. Den Fluch, wenn ihr nicht höret auf die Gebote des Ewigen,

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