Pirke Abot – Sprüche der Väter »

28. Januar 2011 – 20:42 | Kommentare deaktiviert

DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Lehrhaus – Yeshiva – Jeschiwa

Eingereicht on 2. Mai 2011 – 08:58No Comment

ישיבה,  Nächst der Synagoge war das Lehrhaus eine der wichtigsten Ins­titutionen des Judentums, die für des­sen Erhaltung, Entwicklung und Aus­breitung gearbeitet haben. Mit der Synagoge zugleich erwuchs das Lehr­haus, beide hatten ihre Anfänge schon in der exilischen Zeit in Babylonien. Das Aufsuchen des Propheten am Shabbath und Fest, um von ihm Beleh­rungen zu erhalten, wie es uns im Bu­che Ezechiel geschildert wird, die Sehn­sucht nach dem Gottesworte hat die Lehrstätte begründet. Bei der Wieder­begründung des zweiten Staatslebens genügte die Wiedererbauung des Tem­pels mit der Weidereinführung dessen Opferkultus nicht mehr; die zwei Insti­tutionen: das Lehrhaus und die Syna­goge behaupteten ihren Platz neben ihnen. In Jerusalem war es sogar der Tempel, der für diese beiden Institutio­nen eine Stätte einräumen musste. Die Quaderhalle im Tempel, wo das Syne­drium seine Sitzungen abhielt, war die Stätte der Lehre und des Gebetes. Dass es damals in jedem größeren von Juden bewohnten Orte Palästinas Synagogen und Lehrhäuser gab, ist geschichtlich hinreichend bekannt. Solche Lehr­häuser führen den Namen: »Haus der Versammlung«, »Haus der Gesetzes­forschung«, auch: »das Haus der Rab­biner.« Unter der syrischen Herrschaft, im Anfange der Makkabäerzeit waren die Lehrhäuser die Lieblingsstätten des Volkes. R. Jose, ein Gesetzeslehrer die­ser Zeit, hat die Lehre: »Es sei dein Haus ein Versammlungshaus der Wei­sen und lasse dich bestäuben von dem Staub ihrer Füße und trinke mit Durst ihre Worte.« Es war eine Art jüdische Hochschule, doch nicht ausschließlich mit der Bestimmung für Gelehrte, da in derselben gewöhnlich am Shabbath und Fest, auch schon vor dem Feste Volksvorträge gehalten wurden. Über ihre Beschaffenheit und die Ordnung in denselben haben wir nur geringe Notizen. Aus der Studienzeit des später berühmt gewordenen Gesetzeslehrers Hillel wird erzählt, dass es zum Lehr­haus einen Pförtner gab, dem man für den Einlass zu den Vorträgen einen halben Tropaiken zu entrichten hatte. Die Geschichte seiner späteren Lehrtä­tigkeit, wo er gegen die Gesetzesbe­stimmungen Samais auftrat, berichtet uns, dass in den Lehrhäusern die Ge­setze in voller Freiheit besprochen wur­den, und jedem Gelehrten es erlaubt war, sein Dafür oder Dagegen frei aus­zusprechen und es nach seiner Mei­nung zu begründen. Bei solchen Ge­setzesbesprechungen gab es oft recht heftige Debatten, wie dies die Gesetzesstreitigkeiten zwischen Samai und Hillel dartun. Dagegen waren die Volksvorträge frei von jeder Diskus­sion, daher auch ruhiger und allgemein heilbringend. Aus der Tätigkeit R. Gamliels II. ist die Maßregel bekannt, dass er durch einen Wächter an der Türe nur dem den Eintritt in das Lehr­haus gestattete, dessen lautere Gesin­nung und dessen reiner Lebenswandel bekannt waren, eine Anordnung, die viel zur Verkleinerung des Hörerkrei­ses beitrug, eine starke Opposition her­vorrief und auch bald abgeschafft wurde. Andere Bestimmungen waren: im Lehrhause mit keinen Waffen zu er­scheinen, nicht in demselben zu schwät­zen, nicht zu schlafen u. a. m. Eine Ausnahme hievon machten die Lehr­häuser des vierten und fünften Jahr­hunderts n., wo die Lehrhäuser den armen Gelehrten zur Aufenthalts- und Wohnstätte dienten, so dass ihnen die Vornahme jeder Beschäftigung erlaubt war. »Warum heißen die Lehrhäuser >Haus der Rabbiner<, weil es ihr wirkli­ches Haus war.. Der Besuch des Lehr­hauses war gewöhnlich morgens und abends, und als besonderes Verdienst galt es, von den Ersten beim Eintritt in das Lehrhaus und von den Letzten beim Verlassen desselben zu sein. Die Mischna rechnet den Morgenbesuch des Lehrhauses zu den Tugendwerken, deren Früchte man im Diesseits genießt und deren Stamm für das Jenseits auf­bewahrt bleibt. Wichtig war ihnen, wenn man nach dem Gottesdienste in

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