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DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Laubhüttenfeststrauß – Lulav

Eingereicht on 30. März 2011 – 07:58No Comment

Laubhüttenfeststrauß.

I. Gesetz und Auslegung. Das Ge­setz über den Feststrauß am Laubhüt­ tenfeste lautet: »Und nehmet euch am ersten Tage die Frucht des edeln Bau­mes (des Baumes hadar), Palmzweige und einen Ast von dem dick belaubten Baume nebst Bachweiden, und freut euch vor dem Ewigen, eurem Gott.« Nach demselben gehören zum Fest­strauß des Laubhüttenfestes: die Frucht des edeln Baumes, die Palmzweige (Palmblätter, da die Palme bekanntlich keine Äste hat), Zweige von dem dick belaubten Baume und die Bachweide. Die Bezeichnungen »edler Baum« (Baum hadar), von dem die Frucht, und »dick belaubter Baum«, dessen Ast dem Feststrauß angehören soll, ist dunkel und lässt verschiedene Deutun­gen zu. Die Tradition bezeichnet für ersteres die orangeartige Frucht »Eth­rog« und für das Zweite die »Myrthe«, von der drei Stängel, während von der Bachweide nur zwei genommen wer­den sollen. Diese traditionelle Erklä­rung sowie der ganze Gebrauch des Feststraußes nach der traditionellen Lehre (siehe weiter Ritual desselben), stieß sehr früh auf heftige Gegner. In Nehemia 8. 15. heißt es: »Und holet Blätter des Olivenbaumes, Zweige des (wilden) Ölbaumes, Zweige der Myrthe, Zweige der Palme und Zweige des dick belaubten Baumes, um Laub­hütten anzufertigen, wie es vorge­schrieben ist.« Hier werden neben der Myrthe auch noch Zweige von ande­ren Baumarten: des Ölbaums, des Oli­venbaums und des dick belaubten Bau­mes genannt, woraus sich ergibt, dass die Myrthe und der »dick belaubte Baum« zwei Baumarten sind, gegen die Tradition, die sie für eine erklärt. Auch wird das Holen dieser Pflanzenarten als zur Anfertigung oder Ausschmü­ckung der Laubhütte gehörig betrach­tet; aber nicht als ein von derselben unabhängiger Brauch, um mit densel­ben Umzüge um den Altar zu halten. Bekannt ist, dass die Karäer den Ge­brauch des Feststraußes in diesem Sinne ganz und gar verwerfen und obi­ges Gebot nach Nehemia 8. 15 als zur Laubhütte gehörig erklären. Diese Aus­legung und Abweichung der Karäer hat zweifellos eine ältere Geschichte zu ihrem Ursprunge, sie wurzelt in den Protesten gegen die Tradition im Allge­meinen und gegen obige traditionelle Auslegung des Gesetzes besonders, also in der Lehre der Sadducäer. Wir ent­nehmen dasselbe einer uns erhaltenen Midraschstelle, welche die gegen den Brauch und die traditionelle Bezeich­nung der einzelnen Pflanzengattungen des Feststraußes sich erhebenden Ge­genstimmen nennt. Die Stelle ist voll­ständig in Tanchuma zu Emor 3. M. 23. 40 und lautet: »Drei sind mir ver­holen und vier weiß ich nicht« (Spr. Sal. 30. 12); die Vier, das sind die vier Gat­tungen des Feststraußes, so man nach deren Grund forscht. Wer sagt dir, dass »die Frucht des schönen Baumes« der Ethrog sei, tragen doch auch andere Bäume Früchte? Ferner müssten nach dem Pluralausdruck: כפות תמרים, Äste, Blätter der Palme mindestens zwei Palmäste (Palmblätter) genommen wer­den. »Ast des dick belaubten Baumes« — wer vermag zu behaupten, dass man darunter die Myrthe verstehe, da eine andere Stelle (Nehemia 8. 1 5) die Blät­ter der Myrthe neben den Blättern des dick belaubten Baumes, וענף עץ עבות, als zwei verschiedene Gattungen bezeichnet. Es ist unzweifelhaft, dass hier, wo die von der Tradition angege­benen vier Pflanzenarten des Feststrau­ßes als unerklärbar bezeichnet sind, Verwahrung gegen die Traditionsgeg­ner, gegen die Sadducäer, die Vorgän­ger der Karäer eingelegt wird. Doch man blieb hierbei nicht stehen, sondern versuchte diese traditionelle Ausle­gung, so gut es ging, auch exegetisch und rationell zu begründen. So wird von dem Lehrer «Ben Asai« (im 1. Jahrh. n.) die Bezeichnung הדר als die nähere Angabe des Baumes nach dem Stamme דר »wohnen« genommen und auf die Frucht gedeutet, die jahraus und jahrein auf dem Baume angetrof­fen wird, was bei der Orangefrucht »Ethrog« der Fall ist. Weiter soll der Ausdruck: כפות תמרים, dessen Le­seart ohne 1 in der Schrift angegeben ist, gleichsam als Singular gelten. Auch die Worte: »Zweige des dick belaubten Baumes«, ענף עץ עבות, sollen den Blätterwuchs, gleich einer Flechte, דומה לקליעה, andeuten, was nur für die Myrthe passt. Andere halten schon den dichten Blätterwuchs der Myrthe allein, wie er das Holz fast ganz be­deckt, als mit der biblischen Bezeich‑

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