Laubhütte – Sukkah
Laubhütte. Das Laubhüttenfest in seiner Bedeutung als dankbare Anerkennung der Gottesfürsorge (Vorsehung Gottes) in dem Erhaltenen und dem uns Gewordenen oder des göttlichen Wal-tens in der Geschichte des jüdischen Volkes in seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat zur symbolischen Darstellung dieser Idee das Gebot zur Errichtung von Laubhütten, um in denselben die sieben Tage des Festes zu wohnen. Dasselbe lautete: »In Hütten sollt ihr sieben Tage wohnen; jeder Einheimische in Israel wohne in Hütten. Damit eure Nachkommen wissen, dass ich die Söhne Israels in Hütten habe wohnen lassen, da ich sie aus Ägypten geführt, ich der Ewige, euer Gott!. In Bezug auf die Vollziehung dieses Gesetzes sowie über dessen Bedeutung hat das talmudische Schrifttum mehrere Lehren und Anordnungen.
I. Bau der Laubhütte. Darüber waren die traditionellen Grundbestimmungen: »Die Höhe der Laubhütte darf nicht über zwanzig Ellen und nicht unter zehn Handbreiten sein.. Als Grund hierzu wird angegeben, weil man bei einer größeren Höhe im Schatten der Wände, aber nicht im Schatten der Decke sitze; auch weil es alsdann den Charakter einer Hütte verliere. Der innere Raum soll mindestens so groß sein, dass er den Tisch zur Abhaltung des Mahls und den größten Teil eines menschlichen Leibes fasse. Wände soll es wenigstens drei geben, aber es genügt auch bei zwei Wänden mit einem kleinen Ansatz zur dritten Wand. Von der Festigkeit derselben heißt es, »dass sie jeden Sturm gut aushalten müsse«. Zur Decke darf gebraucht werden: von dem Erdwachstum, was jedoch nicht mehr an der Erde wurzelt, sondern von ihr abgeschnitten ist, auch keine Gefäße oder zu Gefäßen verarbeiteten Pflanzen; keine Gegenstände, die verunreinigungsfähig sind. Die Bedeckung muss so dicht sein, dass ihr Schatten in der Laubhütte größer ist, als das Sonnenlicht. Weiter sorgte man für verschiedene Verzierungen, worauf sich der Ausspruch bezieht: »Das ist mein Gott, dessen will ich mich rühmen, d. h. vollziehe zierlich seine Gebote.« Nach Nehemia 8. 17; Esra 3. 4. baute man Hütten in der Stadt auf den platten Dächern der Häuser, in den Höfen der Häuser, auf freien Plätzen der Stadt sowie in den Vorhöfen des Tempels. Man schmückte dieselben aus mit Laub von zahmen und wilden Ölbäumen, von Myrthen, Palmen und dichtbelaubten Bäumen.
II. Wohnen in der Laubhütte. Das mosaische Gesetz hat darüber: »In
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