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28. Januar 2011 – 20:42 | Kommentare deaktiviert

DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Knecht Gottes

Eingereicht on 29. März 2011 – 12:08No Comment

Knecht Gottes. Zu den vielen Ge­genständen in der heiligen Schrift, de­ren klare objektive Darstellung eine Errungenschaft der Bibelexegese un­serer Zeit ist, gehört unstreitig auch die Auffassung und Erklärung des bi­blischen Ausdrucks von »Knecht Got­tes«, hebräisch: »Ebed Adonai«, nebst den mit ihm in Zusammenhang stehen­den Bibelstellen. Die alte Messiaslehre im mystischen Judentum sowie in dem aus ihm sich entwickelnden Christentum mit ihren Schriftbeweisen hat sich unter vielen anderen auch des Aus­drucks »Knecht Gottes«, Ebed Adonai, mit den an ihn sich knüpfenden Pro­phetenverheißungen des Jesaja II. mit besonderer Vorliebe bemächtigt, dieses, um in ihnen Beweise für den von ihm geglaubten, schon erschienenen Mes­sias aufzufinden, jenes, um sie als Hoff­nungsverheißungen für den erst zu er­wartenden Erlöser aufzustellen. Gegen beide hat die Exegese ihre scharfen Waffen der Kritik gerichtet und die be­treffenden Stellen in ihrem wahren Lichte, ohne auf die dadurch da und dort entstehenden Lücken und Ausfälle in der Beweisführung für den Messias-glauben zu achten, dargestellt. Freilich hat das Verstandesjudentum von vorneherein gegen diese Berufung auf den »Knecht Gottes« und dessen Stellen Protest eingelegt (s. weiter), auch mag das mystische Judentum diese Schrift­stellen gleich ähnlichen Bibelzitaten bei anderen Lehren in der Agada nur als Anlehnung, um gleichsam Anknüp­fungspunkte für seine Messiaslehre zu erhalten, gebraucht haben. Es hat also gar nicht daran ernst gedacht, diese Auffassung als den wirklichen Sinn der betreffenden Schriftstellen anzugeben, wie man überhaupt in der Agada, zu deren Erörterungen die Messiaslehren gehören, die Erklärung nach dem ein­fachen Schriftsinn (Peschat) von der anderer Auffassungsweisen, als z. B. der allegorischen oder der schriftfor­scherischen (Derusch) Auslegung, streng scheidet, so dass diese gleichsam als die subjektive, oder die im Dienste der kirchlichen Lehren stehende Exe­gese betrachtet wird, aber jene als die objektive, rein schriftliche gilt. Wir se­hen in unserer Arbeit von jeder Vo­raussetzung ab und halten uns dafür nur an das biblische Wort. So erscheint uns schon die Benennung »Knecht Gottes« als die Wiedergabe des hebräi­schen: * * * * עבד keine sinngemäße. Der Ausdruck »Knecht«, »Knecht­schaft«, erinnert an »Sklave«, »Skla­ventum«, von dem es nur die schwä­chere Bezeichnung ist. Das hebräische »ebed«, עבד, in seiner Verbindung

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