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DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Kleidung – die Kleider in der talmudischen Zeit

Eingereicht on 29. März 2011 – 11:26No Comment

Kleidung, die Kleider in der talmu­dischen Zeit.

I. Allgemeines.

Über das Anschaf­fen und Halten von Kleidern hat das talmudische Schrifttum folgende Leh­ren: »Die Zierde Gottes sind die Men­schen und die Zierde des Menschen ist seine Kleidung«; »Über deine Verhält­nisse kleide dich, nach deinen Verhält­nissen genieße«, oder wörtlich: »Mehr auf dich, Gleiches in dich!. Einem an­deren schien diese Lehre weniger reali­sierbar; er stellte daher den milderen Satz auf: »Immer genieße der Mensch unter seinen Verhältnissen, dagegen kleide er sich nach denselben.« Doch gab es auch welche, die da lehrten: »Nach deinem Vermögen speise, unter demselben kleide dich und über das­selbe wohne.« Solche Aussprüche soll­ten als keine absoluten Normen gelten, sondern nach Zeit und Verhältnissen zur Verwirklichung kommen. In die­sem Sinne mahnten noch(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich) andere Sprüche: »In meiner Stadt ist es mein Name, außerhalb derselben mein Gewand, das mir Ehre verschafft!. Dagegen hatte man gegen eine Frau, die bei zer­rissenen Kleidern Putzsachen trug, den spöttischen Ruf: »Nackt und doch be­schuht! « Um nicht über seine Verhält­nisse bei seinen Kleidern zu gehen, sprach man: »Einen Schuh, größer als mein Fuß, trage ich nicht.« Es galt da­her als stehende Regel: »Zweierlei Klei­dung halte man sich, eine für die Wo­chentage, die andre für Shabbath und Fest.« »Dein Gewand am Shabbath sei nicht das des Wochentages.. Diese Norm sollte in allen Verhältnissen, auch von den Ärmsten zur Ausführung kommen. R. Simlai, ein Lehrer des drit­ten Jahrhunderts, empfahl in einem Vortrage die Beachtung dieser Regel, da riefen ihm schluchzend die Ärmeren entgegen: “Meister, wir haben nur eine Hülle für Shabbath und Wochentag!« »Trotzdem«, entgegnete er ihnen, »könnet ihr dieser Pflicht nachkom­men; ändert wenigstens die Art der Umhüllung! « Diese Sitte lebte sich so sehr ein, dass es allgemein hieß: »Gute Gewänder für den Shabbath! « Von der Farbe der Shabbath- und Festkleider wird die weiße für das Neujahrsfest an­gegeben. Eingehender ist die Aufstel­lung von Lehren für die Kleidung der verschiedenen Stände und Klassen.

a. Für die Familie. Die Frau hatte bei der Anschaffung von Kleidern den Vorzug vor dem Manne. Zur Anferti­gung von Hochzeitsgewändern und sonstiger Ausstattung wurde ein Jahr bestimmt. Dem Manne wurde es zur Pflicht gemacht, für die Anschaffung wenigstens eines Gurtes, einer Kopfbe­deckung, von drei paar Schuhen für die drei Hauptfeste und anderer Kleider im Minimalwerte von 5o Sus jährlich zu sorgen. Außerdem war es üblich, die Frau durch Festgeschenke, die meist in Kleidern bestanden, zu erfreuen. Von solchen Kleidern galten die gold­durchwirkten als Zeichen des Stolzes; nur Brautpaare trugen prächtige Kro­nen, später traten an deren Stelle die von Rosen und Myrthen. Die Kleider der Frauen hatten lange Schleppen. Dieselben wurden, um sie wohlrie­chend zu machen, mit Parfüm begos­sen. Außerdem gehörte zum Putz der Frau fremdes Haar, das gekauft wurde. Auch silberne und goldene Zähne er­setzten die natürlichen, wenn sie fehl­ten. Man färbte graues Haar schwarz, um jung zu erscheinen, aber auch schwarzes Haar weiß, um alt auszuse­hen. Sogar vom Ersetzen der Augen durch goldene wird gesprochen. Fächer zur Abkühlung werden erwähnt, doch auch bei Männern üblich.

b. Handwerker und Geschäftsleute. An den Kleidern erkannte man den Handwerker und den Kaufmann; den Schreiber an der Feder unter seinem Ohre; den Schneider an der Nadel in seinem Gewande. So trug der Zimmer­mann einen Span, der Geldwechsler eine Münze, der Weber und Hechler einen Wollstreifen, der Schnellläufer

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