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28. Januar 2011 – 20:42 | Kommentare deaktiviert

DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Keduscha

Eingereicht on 3. März 2011 – 20:10No Comment

Keduscha, aramäisch: Heiligung.

Bekanntes Gebet der Gottesheili­gung, der Anerkennung der Heiligkeit Gottes, eines der ersten Stücke des Achtzehngebetes, Schemone Esre, so­wie ein Bestandteil zweier anderer Ge­bete des Morgengottesdienstes, des um Erleuchtung und des um Erlösung. Es ist das Gebet, das die Gottesheiligkeit, wie sie in der heiligen Schrift als Ur-und Vorbild für die Heiligkeit, die hei­ligende Erhebung des Menschen, das Prinzip des Religiössittlichen im Judentum gelehrt wird, zum Ausdruck bringt und somit zu einem der wichtigsten Gebete der synagogalen Liturgie wird. Ein heiliger Gott, der Glaube an einen heiligen Gott, diese Zeichnung der in der Weltleitung und Weltregierung sich offenbarenden Gottesgestalt, die Gott in einer höchst sittlichen Vollendung dem Menschen vorführt und ihm zu­ruft: »Heilig sollet ihr sein, denn heilig bin ich, der Ewige, euer Gott! «, bildete so sehr den Grundzug des Judentums, wurzelte so tief in dem religiösen Be­wusstsein seiner Anhänger und wurde von ihnen so hochgehalten, dass sie denselben als einen Engelruf, eine Got­tespreisung der Himmelsmächte be­zeichneten. Es ist die höchste Darstel­lung, die sie dafür hatten, die größte Zeichnung, die sie für dieselbe entwerfen konnten. Der Prophet Jesaja wird zum Propheten geweiht: Die erste Er­scheinung, die er hat, das erste Wort, das er vernimmt, ist der Ruf der Se­raphim: »Heilig, heilig, heilig ist der Ewige Zebaoth, voll ist die Erde seiner Herrlichkeit! « Die Vision der Gottes-und Himmelsmächte des Propheten Ezechiel schließt mit dem Preis der En­gel: »Gepriesen sei die Herrlichkeit Gottes von ihrer Stätte!. Dieselbe ist nicht der Heiligkeitsruf der Seraphim, wie bei Jesaja, aber sie schließt sich demselben eng an und ergänzt ihn. Die Idee von der Herrlichkeit Gottes als Ausdruck der in der Welt sich offenba­renden Gottesgestalt, von der der Pro­phet Jesaja durchdrungen ist, und die er als einen die ganze Erde erfüllenden Heiligkeitsruf schildert, wird in der Engelerhebung bei Ezechiel zu einer Gottespreisung, zu einem in Lob und Preis überströmenden Dank für die ge­wordene Gotteserkenntnis, Gottesan­erkennung. So hat Jesaja die Erkennt­nis, die Anerkennung des Gotteswaltens in der Welt, Ezechiel den Dank und den Preis für dieselbe. Es fehlt noch das Dritte, der Wunsch nach der weitesten Ausbreitung dieser Gottesanerken­nung, dass sie sich der ganzen Mensch­heit bemächtige. Aber dasselbe ist nicht so sehr Sache des Propheten, als des Psalmisten. Der in den Psalmen oft wiederkehrende Ausruf: »Ewig wird der Herr regieren, dein Gott, Zion, von Geschlecht zu Geschlecht, Halleluja!« bringt das Dritte, ergänzt, was gleichsam hier fehlt. Sinnig hat daher die Li­turgie für den Synagogen-Gottesdienst diese drei sich so ergänzenden Schrift­stellen über die Anerkennung des Got­teswaltens in der Welt zusammenge­stellt und zu einem Gebet formuliert. Es ist das Gebet(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich) unter dem Namen »Gottesheiligung«, Keduscha, das von uns hier besprochen wird. Die Benen­nung Gottesheiligung, »Keduscha«, als Bezeichnung dieses Gebetstückes, kommt im talmudischen und nachtal­mudischen Schrifttum mit mehreren Nebenbestimmungen vor, die dieselbe genauer angeben. a. »Die Heiligung des Gottesnamens«, auch: »Die Heili­gung des großen Gottesnamens«, (Tar­gum Jonathan), als eine der drei Bene­diktionen des Achtzehngebetes (s. Schemone Esre); b. »Die Heiligung des Tages«, die tägliche Gottesheiligung; c. »Die große oder hohe (himmlische) Heiligung,« eine Bezeichnung, die ihre Wichtigkeit ausspricht; d. »Die Heili­gung der Ordnung«, eine Benennung dieses Gebetstückes in aramäischer Sprache, welches eine Paraphrase zu den drei betreffenden Stellen hat, die für die des Hebräischen Unkundigen abgefasst war und in unserem Gebet­buch dem Gebete um Erlösung ange­hört; e. »Die Heiligung im Stehen«, d. h. die stehend verrichtet wird, als die Keduscha im Achtzehngebet; f. »Die Heiligung im Sitzen«, die auch sitzend gebetet werden kann, es ist die Kedu­scha in dem Gebet um Erleuchtung. Der Ursprung dieses Gebetes wird als

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