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DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Kabbala – Tradierte Geheimlehre

Eingereicht on 21. Februar 2011 – 09:44No Comment

Kabbala. Tradierte Geheimlehre, tra­ditionelle geheime Theosophie, die auf Voraussetzung von gewissen Lehren be­ruhenden, im Gegensatz zur vorausset­zungslosen Philosophie sich entwickeln­den mystischen Philosopheme von Gott, Welt, Menschen, Offenbarung und Ge­setz; deutlicher: Chochmath Hakab­bala, Weisheit der Kabbala, oder: Cho­chma nisthara, geheime Weisheit; Kabbalisten, mekubalim, deutlicher: baale mekubalim, Meister der Kabbala; ferner: Jode chen, Kenner der geheimen Weisheit, auch nur kurzweg: Jodiim, Kenner, Wissende, Gnostiker, Benen­nungen der Pfleger dieser geheimen Lehren, der Kabbala-Beflissenen.

I. Name, Begriff, Wesen, Aufgabe, Stellung und Charakteristik. Der Name »Kabbala«, als Benennung der Geheim­lehre der Juden, kommt in dem jü­dischen Schrifttum des zehnten Jahr­hunderts zuerst vor; er bezeichnet die eigenartige Geheimlehre unter den Ju­den im Mittelalter, die wir zum Unter­schiede von der des talmudischen Schrifttums und der nachtalmudischen, der gäönischen Zeit (siehe: »Mystik«) die dritte Entwicklungsgestalt der Ge­heimlehre nennen, welche die Ver­schmelzung der anthropomorphisti­schen Mystik mit der spekulativen zu ihrem Gegenstande hat, und so als eine aus dem Schoße des Judentums sich ent­wickelnde Theosophie gekannt ist, die gegen die das Judentum verflachende Philosophie der Juden im Mittelalter ge­richtet war und sie zu verdrängen suchte. Von den Kabbalisten werden ihre Lehren als Tradition bis auf die Propheten hinaufgeführt, was jedoch entschieden in Abrede gestellt wird. Die Benennung »Kabbala« bedeutet nach ihrem hebräischen Stamme »Kbl.«, empfangen, im jüdischen Schrifttum jede auf mündliche Mitteilung beru­hende, nicht schriftlich verzeichnete Lehre. So versteht man im talmudischen Schrifttum unter »Kabbala« sämtliche nicht pentateuchischen Schriften in ih­rem Unterschiede vom Pentateuch, der Thora als dem Grundgesetz der Offen­barungsschrift. Auf gleiche Weise wurde später das in der Mischna zusammenge­fasste, nichtpentateuchische Gesetz »Kabbala«, »mündlich tradiertes Ge­setz«, genannt. Ebenso bezeichnete man in noch späterer Zeit, etwa vom zehn­ten Jahrhundert ab mit »Kabbala« auch die angeblich auf mündlich über­lieferten Lehren beruhende geheime Theosophie der Juden. Zugleich wollte man mit dieser Bezeichnung das Eigen­artige derselben, ihren Gegensatz zur voraussetzungslosen Philosophie mit ausdrücken, und sie als die echte jü‑

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