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DIE GOTTESLEHRE – IHR URSPRUNG UND IHRE GESCHICHTE
MOSES EMPFING DIE THORA, DIE
Gotteslehre, am Berge Sinai (in einer schriftlichen und mündlichen Gestalt. Die schriftliche Lehre enthielt die nach ihm ge­nannten fünf Bücher. In der mündlichen Lehre, …

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Jehuda der Fürst

Eingereicht on 18. Februar 2011 – 08:30No Comment

Jehuda der Fürst, oder Juda I., auch nur: Rabbi, Lehrer, später: Rab­benu Hakadosch, Unser Lehrer, der Heilige. Gesetzeslehrer und Patriarch, Sohn des Patriarchen R. Simon b. Gamliel II. (geboren im Jahre 137, ge­storben 194 n.)

I. Geburt, Name, Ausbildung, Leh­rer, Schulen, Kollegen, Zeitgenossen, Kenntnisse und Eigenschaften. Seine Geburt fällt in die Zeit der grausamen Religionsverfolgungs-edikte Hadrians, die auf die Besiegung des barkoch­baischen Aufstandes gefolgt waren; er soll am Tage der Hinrichtung Akibas (137 n.) geboren sein. Das gedrückte Volk sah in diesem sonderbaren Zu­sammentreffen ein freudiges Zeichen der Unvernichtbarkeit Israels Herrlich­keit, und die Lehrer preisen noch in späterer Zeit die so sich damals wun­derbar gezeigte Vorsehung Gottes; sie betrachteten die Geburt des jungen Pa­triarchen am Todestage ihres großen Meisters R. Akiba als ein Ereignis, worauf sie den Spruch in Koheleth 1. 2. »Die Sonne strahlt auf, die Sonne geht unter« bezogen. Die Eltern, so sehr sie sich auch über seine Geburt freuten, waren nicht wenig über die Vollziehung des Aktes der Beschnei­dung an ihm verlegen; dieselbe war in den hadrianischen Verfolgungsedikten mit der Todesstrafe belegt. Sie vollzo­gen ihn trotzdem, aber die Sache kam zur Anzeige, und der römische Proku­rator sandte die Mutter mit dem Kinde nach Rom. Hier war bereits Antonius Pius seit 138 v. auf dem Throne, dessen Frau, die Kaiserin, deren Beistand auf­gesucht wurde, sich der Sache annahm und beim Kaiser mit der Freiheit der Mutter auch die Aufhebung der hadri­anischen Verfolgungsedikte bewirkte. Nach einem anderen Bericht war es der Gesetzeslehrer R. Juda ben Schemua, der mit vielen Andren, auf den Rat ei­ner vornehmen Römerin, um die Auf­hebung jener hadrianischen Edikte bei der römischen Behörde unter dem Kai­ser Antonius Pius baten und sie auch erlangten. Er erhielt von seinen Eltern den Namen »Jehuda«, eine Benennung, die bis auf ihn in der Patriarchenfami­lie von Hillel ab nicht vorkommt. Wichtiger als dieser Name der Geburt war der seiner Verdienste. Er wurde nach dem Beginn seiner Lehrtätigkeit nicht anders als »Lehrer« Rabbi, oder »Unser Lehrer«, auch »Unser Lehrer der Heilige« genannt. Letzterer natür­licher nur in seiner Abwesenheit, aber auch schon bei seinem Leben. Es spricht sich darin eine Würdigung aus, die keinem andren Lehrer zuteil gewor­den. In Bezug auf seine Patriarchen‑

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