Hillel – Hillel der Babylonier – Hillel der Alte

No Comments
 
 

Hillel, deutlicher: Hillel der Babylo­nier, auch: Hillel der Alte. Volks- und Gesetzeslehrer, Begründer einer nach ihm genannten Schule, deren Gesetzes­bestimmungen später normativ wur­den, eine höchst würdige Persönlich­keit, die in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts des jüdischen Staates von Babylonien nach Palästina einwanderte, und daselbst 40 Jahre (von 70 v. bis 10 n.) in Palästina lebte. Seine berühmten Zeitgenossen waren: die Ben Bathyra, Menachem, Samai, Juda ben Bathyra, u. a. m.

I. Geburt, Abstammung, Familie, Lernbegierde, Armut, Studien, Jerusa­lem. Hillel war in Babylonien geboren von Eltern vornehmer Abkunft, die ihr Stammregister bis David hinaufführten. Er war somit ein Spross der königlichen Nachkommen aus dem Hause David, die nach der Einnahme Jerusalems durch die Chaldäer mit den andren Exilanten nach Babylonien gebracht wurden und daselbst jahrhundertelang bei dem jüdischen Volk ein fürstliches Ansehen genossen. Aber nicht dieser Geburtsvorzug war es, der ihm den Weg zu seiner später erreichten hohen Stellung bahnte, die Verehrung der Mit- und Nachwelt zuführte, sondern der Adel seines ganzen Lebens, seines Wirkens und Schaffens. Mit seinem Bruder Schebna verließ er in frühem

Alter seine Heimat, um nach Palästina zu reisen, wo ersterer sich dem kom­merziellen Leben widmete, aber letzte­rer das Lehrhaus der Synedrialshäupter Semaja und Abtaljon aufsuchte. Unter drückender Armut lag er dem Geset­zesstudium ob, um sich zum Volks-und Gesetzeslehrer auszubilden. Die Sage hat den Lerneifer Hillels bei sei­ner großen Armut, die ihm die größten Entbehrungen auferlegte, in verschie­denen Dichtungen verherrlicht. Nach denselben verrichtete er zum Erwerb seines Lebensunterhaltes die Arbeit eines Tagelöhners. Täglich verdiente er einen Tropaikon, von dem er die eine Hälfte auf seinen Unterhalt, die andere als Einlassgeld für den Pförtner des Lehrhauses verausgabte. Da traf es sich, dass er eines Tages nichts ver­diente und so den Einlass in das Lehr­haus nicht erlangen konnte. Es war an einem Winter-Freitagabend, die Lern­begierde trieb ihn zum Äußersten. Er erstieg die Fensterbrüstung, klammerte sich daselbst fest und horchte fleißig auf die Lehrvorträge im Inneren des Lehrhauses. In seinem Eifer fühlte er wenig von der Kälte und den auf ihn gefallenen Schneeflocken, die ihn ganz bedeckt hatten. In dieser Stellung brachte er die ganze Nacht zu. Am Morgen bemerkte man ihn daselbst, eilends wurde er herabgeholt, aber er war starr und tot. Es war am Shabbath, trotzdem lautete der Ruf von allen Sei­ten: »Machet Feuer!« »Hillel ist’s wert, dass man seinetwegen das Shabbathgesetz übertrete!« Nur mit großer An­strengung vermochte man ihn ins Le­ben zurückzurufen. So studierte er und erwarb sich Kenntnisse auf den ver­schiedenen Gebieten des Wissens. Eine spätere Zeit hat darüber den etwas übertreibenden Ausspruch: »Es gab keine Weisheit, keine Sprache, die er nicht erlernte. Er besaß Kenntnisse, oder wie es wörtlich heißt, er verstand die Sprache von den Bergen, Hügeln und Tälern, den Bäumen und Kräu­tern, von den wilden und zahmen Tie­ren u. a. m.« Diese Bereinigung des profanen Wissens mit dem religiösen war es auch, die seine Schüler, Kinder und Enkel rühmlichst auszeichnete. So ausgebildet suchte er seine Heimat Ba­bylonien wieder auf, von wo er nach einigen Jahren nach Palästina zurück­kehrte, um bald darauf den großen Wirkungskreis als Gesetzeslehrer und Synedrialsvorsitzender anzutreten.

II. Lebensweise, Eigenschaften, Charakter, Haus- und Familienwesen, Wohltätigkeit, Volkssprüche. Die Per­sönlichkeit Hillels war eine wohltuende Erscheinung in der Zeit der allgemei­nen Abspannung und Erschlaffung, die sich nach den blutigen, vergeblichen Kämpfen der Nationalpartei gegen die Gewalttaten Herodes I. der Gemüter bemächtigte. Sein sanftmütiges Wesen mit seinem versöhnenden Wirken zwi­schen der Volks- und Hofpartei glich einem erquickenden Frührotstrahl, der nach der entsetzlichen Nacht herodäi­scher Blutränke einen neuen Trost ver‑

  • 塔木德 hillel
  • bathyra ben
  • händewaschen vor dem essen talmud
  • hillel der alte
  • Hillel`s Wohnort
  • lischetarot
  • schule der sopherim gründer
  • talmud ile ilgili
  • judenbusse
  • die halacha
[essb-fans style="flat" cols="4"]

Luach for Vienna, Austria

  • 24. October 2017
  • 4 Heshvan 5778
  • ד' חשון תשע"ח
  • Zmanim
    • Alos HaShachar: 03:54
    • Netz: 05:27
    • Earliest Tallis: 04:24
    • Latest Sh'ma: 08:02
    • Chatzos: 10:38
    • Mincha Gedola: 11:04
    • Mincha Ktana: 13:40
    • Plag Hamincha: 14:45
    • Shkiah: 15:50
    • Tzet haKochavim: 16:39
  • Shabbos
    • It will come in 3 days.
    • Candle light : 27. October 2017 15:27
    • Shabbos ends: 28. October 2017 16:32
  • Weekly Torah reading
    • Chapter: Lech-Lecha
    • Haftara: Isaiah 40:27 - 41:16
  • Holidays
    • Upcoming date: Hanukkah I
    • will come on Wednesday
      13. December 2017
      25 Kislev 5778

URL: http://www.talmud.li/2011/02/07/hillel-hillel-der-babylonier-hillel-der-alte/

More from our blog

See all posts
No Comments