Heiligung und Entweihung des göttlichen Namens

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Heiligung und Entweihung des göttlichen Namens. Die Heili­gung des göttlichen Namens in der Be­deutung von Verherrlichung Gottes, der Gottesidee, des Gottesglaubens des Judentums sowie die den Gegensatz derselben ausdrückende Entweihung des göttlichen Namens als eine Schän­dung Gottes, des Gottesglaubens, beide in ihrem gegensätzlichen Tun werden in Bibel und Talmud in ihrer vollen sittlichen Bedeutsamkeit mahnend her­vorgehoben, erstere zur Beachtung und Vollziehung, aber letztere zur Vermei­dung und Fernhaltung. So wird den Priestern befohlen: »Heilig sollen sie ihrem Gotte sein und den Namen ihres Gottes nicht entweihen«; den Israeliten besonders: »Beobachtet meine Gebote und vollziehet sie.« »Entweihet nicht meinen heiligen Namen, ich werde ge­heiligt in der Mitte der Söhne Israels, ich der Ewige, der euch heiligt.« Spezi­eller: »Und von deinem Nachkommen gib nicht für den Moloch durch das Feuer zu führen; entweihe nicht den Namen deines Gottes, ich der Ewige!«; »Und so schwöret nicht bei meinem Namen zur Lüge, du entweihest den Namen des Gottes, ich der Ewige«; »Und ich richte mein Angesicht gegen diesen Mann, — denn von seinem Nach­kommen gab er dem Moloch, um mein Heiligtum zu verunreinigen und mei­nen heiligen Namen zu entweihen.« Diese Aussprüche stellen die Heiligung und Entweihung des göttlichen Na­mens als Folgen und Endresultate der Erfüllung und Nichterfüllung des Ge­setzes dar. Es ist die Heiligkeitsidee, das Prinzip des Mosaismus, das hier wieder zur Geltung kommt und lehrt: nicht so sehr dem Bestand oder Nicht­bestand des Gesetzes, als vielmehr der Verherrlichung oder Schändung der Gottesidee, des Gottesglaubens, der Heiligung oder Entweihung Gottes gilt die Beachtung oder die Nichtbeach­tung des Gesetzes. Israel als Repräsen­tant, Träger und Verkünder der Gotte­sidee verherrlicht dieselbe, wenn seine Werke gegen sie zeugen, das Entgegen­gesetzte vollführen. So wird dem um den Tod seiner zwei Söhne, die gegen das Gesetz fremdes Feuer zum Räu­cherwerk nahmen, trauernden Aaron zugerufen: »Das ist es, was der Ewige geredet: durch mein Nahen sollte ich geheiligt sein und vor dem ganzen Volke geehrt werden!« Auf einer ande­ren Stelle lautet desto schärfer die Rüge an das Bruderpaar Moses und Aaron wegen ihres Vorgehens am Aderwas­ser: »Da ihr nicht an mich geglaubt habt, mich in den Augen der Israeliten

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URL: http://www.talmud.li/2011/01/31/heiligung-und-entweihung-des-gottlichen-namens/

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