Heilige Gemeinde

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Heilige Gemeinde. Diesen Na­men führte nach dem Zeugnisse meh­rerer Gesetzeslehrer aus der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts n. eine in Jerusalem lebende jüdische Ge­meinde, religiöser Verein, deren Leh­ren, Sitten und Lebensweise den ande­ren Juden als Muster aufgestellt wurden und bei einem großen Teil der Ge­setzeslehrer ihre Anhänger und Pfleger gefunden. Über die Zeit, Dauer und Parteistellung dieser Gemeinde wird nichts angegeben, dagegen erhalten wir Ausführliches über deren Tendenz, Lehren und starken Anhang unter den Volks- und Gesetzeslehrern, welche als Vertreter und Verbreiter ihrer Lehren genannt werden. Als Tendenz und Auf­gabe der heiligen Gemeinde wird die Ausgleichung des Lebens mit der Reli­gion angegeben. Sie teilten, heißt es in einem Bericht über sie, den Tag in drei Teile, und wendeten davon ein Drittel auf das Studium der Thora; ein Drittel auf das Gebet und ein Drittel auf die Arbeit, zum Erwerb für den eigenen Hausbedarf an. Als eine weitere Lehre von ihnen wird der Spruch angegeben: »Schaffe dir ein Gewerbe und Thora­kenntnisse« d. h. verbinde mit der Arbeit für das Irdische die für das Gött­liche, worauf passend der Vers in Ko­heleth 9. 9.: »Siehe das Leben mit der Frau, die du liebst«, bezogen, und di­ese Lehre als eine Ausgleichung, Ver­mählung des Lebens mit der Religion dargestellt wird. In einer dritten Lehre von ihnen wird gemahnt, das Gebet um Erlösung unmittelbar mit dem Achtzehngebet zu verbinden. Ein vier­ter Bericht spricht von der äußersten Strenge ihrer Mitglieder in der Beob­achtung des Gesetzes; sie saßen nicht auf einem von Kilaim (Gewebe von Leinen und Wolle) angefertigten Pols­ter, wenn auch zehn andere dazwischen waren, was bekanntlich nach pharisäi­schen Grundsätzen erlaubt war. Ver­gleichen wir diese Lehren mit denen der »Essäer«, ihren Lehren, Grundsät­zen und Lebensweisen, so unterliegt es keinem Zweifel, dass wir es hier mit einer essäischen Gemeinde zu tun haben, die unter den Gesetzes- und Volkslehrern des zweiten Jahrh. n. viele Anhänger hatte. Als solche werden ge­nannt: R. Jose Sohn Meschullam und R. Simon ben Menasja, R. Josua ben Timi, R. Beroka, ein Nahum mit dem Beinamen: »ein Mann der allerheiligs­ten Stufe« u. a. m. Die Lehren dieser heiligen Gemeinde verbreiteten: R. Si­mon ben Pasi, Jose ben Saul, der Patri­arch R. Juda I., R. Josua ben Levis, R. Simlai, R. Jose Sohn Eljakim, u. a. m.; sämtliche Lehrer des 2. und 3. Jahrh. n., die wir in den Artikeln: »Geheim­lehre« und »Mystik« als die Männer kennen, die dem Mystizismus zugetan waren. Gehen wir weiter auf ihre Leh­ren ein, so erscheint uns, dass der Spruch: »Siehe das Leben mit der Frau, die du liebst«, der in oben erwähnter Lehre eine bildliche Anwendung auf die Verbindung der Religion mit dem Leben, des Gewerbes mit der Thora, findet, gleichsam eine Entbindung von der Pflicht des Ehelebens ausspricht, eine Lehre, die bei einem großen Teil der Essäer zur praktischen Ausführung kam; sie entsagten der Ehe, um sich desto unabhängiger ihrem Berufe hin­geben zu können. Halten wir diese hei­lige Gemeinde als einen Zweig der Es­säer, so fällt auch die zweite Schwie­rigkeit weg über die in diesen Stellen gebrachte Angabe »Jerusalems« als des  Wohnorts dieser Gemeinde, da nach der barkochbaischen Revolution ein hadrianisches Edikt ausdrücklich den Juden den Eintritt in Jerusalem verbie­tet. Bei den Essäern, wie sie dem poli­tischen Leben entsagten und dafür das Stillleben in der Einsamkeit aufsuchten, an keinem Kampfe sich beteiligten, mochte wohl jenes strenge Gesetz eine Ausnahme gemacht haben.

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